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Profi-Ranking Suchmaschinenoptimierung

Google Bombing

beschreibt die Beeinflussung des Google-Suchindex durch das Setzen extrem vieler Links mit gleichem Linktext von vielen verschiedenen URL´s (Google Bombing ist ein Hobby der Blog-Szene) auf eine Zielseite, wodurch diese ohne eigenes Zutun (und auch ohne, dass der Linktext in der Seite oder den Meta-Tags vorkommt) mit diesem Begriff im Google-Index hoch gelistet ist.

Ein politisch motiviertes Beispiel ist z.B. der Suchbegriff "miserable failure" oder (erbärmliches Versagen) "worst president", welche die Biographie des amerikanischen Präsidenten Bush unter whitehouse.gov als Top-Treffer hervorbringen oder als Gag für Seo´s die Eingabe von "worst search engine" (schlechteste Suchmaschine), welche seit längerem zuverlässig auf Platz 1 die Suche der "Linkzählmaschine" MSN präsentiert - passt doch...;-))
Mittlerweile ist die Anzahl der Links für den wohl bekanntesten Google-Bombing-Begriff "miserable failure" derartig groß geworden, daß auch bei Eingabe der Einzelkeywörter "miserable" oder "failure" ebenfalls die Bush-Biographie unter whitehouse.gov als Top-Position in Google angezeigt wird.

Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis kommerzielle Anbieter den Bombing-Effekt durch extreme externe Verlinkung für sich entdecken und entweder versuchen sich finanziell in Teilen der Blog-Szene "einzukaufen" (klappt hoffentlich nicht) oder gleich eigene Blog-Netze (z.B. pro Niederlassung ein eigener Blog, in den die Mitarbeiter BLABLA reinschreiben können der ihnen täglich passiert und dann alles gut verlinken) aufziehen...

Google´s Anwort auf dieses Phänomen liess lange auf sich warten und scheint mir auch nur bedingt geeignet um den Blog-Spam in Form von Kommentaren, bzw. das Google-Bombing, "in den Griff" zu bekommen.
Am 18ten Januar 2005 wurde im Google-Blog bekanntgegeben, daß zur Vermeidung von Kommentar-Spam ab sofort das Link-Attribut rel="nofollow" von Google Bots erfasst wird. Alle Links die folgendermassen formatiert sind,, haben keinen Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking der verlinkten Webseite.

Die Link-Erweiterung ist konform zu XHTML-Standards.

Hierdurch wird ausgeschlossen, daß die Zielseite durch den PageRank Algorithmus positiv bewertet wird.

Dieses Art der Link-Formatierung wird ausser von Google auch von MSN Search und Yahoo unterstützt.

Es gibt bereits die ersten Blog-Systeme (Blogger, LiveJournal, Wordpress, Flickr, Dreambook, phpWiki, MSN Spaces etc...) mit entsprechenden Plug-ins, die bei Kommentaren das rel="nofollow" automatisch in ausgehende Kommentar-Links einfügen.

Ist das rel="nofollow" nun sinnvoll oder nur ein Marketing-Gag für Suchmaschinen-Betreiber?

Suchmaschinenbetreiber bekommen durch den starken PageRank und Verlinkungsaufbau der Weblogs immer größere Probleme bei der Auswertung der Suchergebnisse, da der PageRank das Hauptkriterium für die Anzeige der Suchresultate geworden ist, und angesichts der zahlreichen Google Bombing Beispiele als überwindbar gelten muss.

Es ist schon zumindest "verdächtig", wenn sich Google, Yahoo! und MSN entgegen der sonstigen Rivalität zu einem derartigen gemeinsamen Schritt entscheiden. Der erreichbare Effekt dieser Neuerung scheint mir entgegen dem Eindruck, den die PR-Kampagne erweckt, doch mehr als umstritten. Das dahinter steckende PageRank-Problem der Suchmaschinenbetreiber wird man durch diese Maßnahme bestenfalls temporär "in den Griff" bekommen können.

Wer bisher als Weblog- oder Foren-Betreiber vermeiden wollte, daß sein PageRank durch ausgehende Links geschwächt wird, bzw. überhaupt Links auf Dritte Seiten gesetzt werden können, hatte bereits ausreichend Möglichkeiten:

Das verstärkte aktuelle Interesse der Suchmaschinenbetreiber scheint mir darin begründet zu liegen, den Bombing-Effekt durch automatisiertes Blog-Spamming nicht auf eigene Kosten, sondern durch die Mitarbeit der Blog-Szene lösen zu lassen. Hier versuchen die Suchmaschinen-Betreiber auf Kosten Dritter ihren Suchindex von Spam zu befreien. Möglicherweise ist es aber auch nur die Unfähigkeit den Algorithmus entsprechend anzupassen und dadurch das hausgemachte Problem der zu starken Linkbewertung bei der Beurteilung von Seiten zu lösen.

Für den einzelnen Blog-Betreiber bringt diese Art der Spam-Bekämpfung beinahe nichts, da Spammer durch den nofollow-Link z.B. nicht daran gehindert werden können, nach wie vor automatischen Kommentar-Spam zu verbreiten.

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